fail2ban gegen Serientäter

fail2ban ist ein unentbehrliches Tool um Serverinstallationen gegen Einbruchsversuche zu immunisieren.

Was dabei immer wieder auffällt, ist, dass nach Verstreichen der BanTime die gleiche IP wiederkommt und es sofort weiter versucht.

Diese „Serientäter“ möchte man dann doch gerne für längere Zeit sperren.

Dank der weitgehenden Konfigurationsmöglichkeiten von fail2ban ist das kein großes Problem; man muss nur das Logfile von fail2ban zu Hilfe nehmen und alle wiederholten Bans für eine IP über einen längeren Zeitraum filtern und dann mit einer eigenen Regel länger am Wiederkehren hindern.

Wir erstellen die Datei /etc/fail2ban/filter.d/serialkiller.conf

# Fail2Ban configuration file

[Definition]

failregex = fail2ban.actions: WARNING .* Ban <HOST>

ignoreregex =

/etc/fail2ban/jail.local wird um folgenden Absatz erweitert

[serialkiller]
enabled = true
port = any
logpath = /var/log/fail2ban.log
filter = serialkiller
findtime = 3600
bantime = 7200
maxretry = 3

Ein darauf folgendes

fail2ban-client reload

aktiviert die erstellte Regel und alle Serientäter, die in der letzten Stunde dreimal geblockt wurden, werden jetzt für 2 Stunden blockiert.

Leben wir in einer Simulation?

Eben bei heise.de gefunden.

Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob (Quanten)computer so leistungsstark werden könnten, dass sich darin ganze Welten simulieren  ließen.

Der Ansatz ist insofern sehr bemerkenswert, als das Thema ein klassischer historischer Wiedergänger ist, der bereits mehrfach filmisch behandelt wurde:

Welt am Draht (1973)

The 13th floor (1999)

Die Romanvorlage heißt übrigens Simulacron 3“ und stammt aus dem seligen Jahre 1965. Sie hat unter Anderem auch noch den Film „Matrix“ beeinflusst.

Was sich in den Jahren seit der Romanvorlage geändert hat, ist nicht die Frage der Machbarkeit, sondern vielmehr die der Wahrscheinlichkeit. Waren die ersten Ansätze noch rein fiktiv, rücken die Möglichkeiten durch die Extrapolation der vergangenen Entwicklungen aus dem Bereich der Fiktion in den der hohen Wahrscheinlichkeit vor.

Den Rat des Verfassers, wir sollten ein interessantes Leben leben, um die Betreiber unserer Simulation nicht zu verleiten, das langweilige Experiment abzuschalten,  kann ich – simuliert oder nicht – nur vehement unterstützen!.

P.S.: Wenn ich diesen Artikel in der Simulation schreibe, was möchten die Experimentatoren damit bezwecken?